Zur Umsetzung einer selbstorganisierten Organisationsstruktur ist eine passende Unternehmenskultur und innere Haltung notwendig. Veränderung steht immer im Zusammenspiel mit Gewohnheiten, Kultur und Mindset. Die aufgeführten Grundprinzipien sind essenziell für eine erfolgreiche Zusammenarbeit selbstorganisierter Teams in agilen Unternehmen.

Selbstorganisation liefert keinen Grund Informationen über Tätigkeiten, Prozesse und deren Ergebnisse anderen vorzuenthalten. Im Gegenteil – die klar definierten Rollen mit ihren Entscheidungsbereichen und erwarteten Beiträgen, sowie Meetingformate dienen dazu, Transparenz für das gemeinsame Miteinander zu schaffen. Dies erleichtert das gemeinsame Verständnis und ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung an spezifischen Stellen. Transparenz ist darüber hinaus eine wichtige Voraussetzung für und gleichzeitig von Offenheit, die es braucht, um die Mitarbeitenden der Organisation autonom agieren zu lassen und Input aufzunehmen.

Jeder Mensch hat Bedürfnisse und nimmt die Welt um sich herum subjektiv wahr. Die individuellen Bedürfnisse entstehen und richten sich nach dieser subjektiven Weltwahrnehmung. Jede Handlung ist ein Versuch, mit positiver Absicht, die eigenen Bedürfnisse sinnvoll zu erfüllen. Dasselbe gilt für Entscheidungen, die innerhalb der Rollen getroffen werden. Es sollte stets davon ausgegangen werden, dass im Interesse der gesamten Organisation gehandelt wurde.

Diese positive Grundannahme erleichtert es, in Konfliktsituationen das Verhalten des Gegenübers zu verstehen und nicht als negative Absicht gegen sich selbst zu interpretieren. KollegInnen werden ebenfalls keine negative Absicht beim Fernbleiben von Terminen oder anderen Versäumnissen unterstellt. Auch bei Abwesenheit von Mitarbeitenden geht man davon aus, dass trotzdem das bestmögliche Wissen im Raum ist. Es ist wichtig an den Prozessen zur Erfüllung des Sinns und Zwecks der Organisation festzuhalten und auf diesen zu vertrauen.

Jede/r InhaberIn einer Rolle darf in seinem eigenen Handlungsbereich sowohl inhaltliche als auch operative Entscheidungen treffen. Ziel ist ein effektives und schnelles Handeln innerhalb der Rollen – ohne Bemühungen für eine Mehrheitsentscheidung oder dem Abwarten der Bestätigung einer Autoritätsfunktion. Die Rollen in der Selbstorganisation handeln allesamt auf Augenhöhe und keine Rolle ist einer anderen übergeordnet.

Gemäß der positiven Grundannahme werden Entscheidungen der handelnden Rolle immer nach bestem Wissen und Gewissen gefällt. Die Entscheidungen innerhalb der Rollen werden von dem Rest der Organisation akzeptiert und mitgetragen.

Damit Selbstorganisation zielführend gelebt werden kann, sind alle Mitarbeitenden zu Selbstverantwortung angehalten. Dies umfasst das eigenverantwortliche Handeln innerhalb der Rolle zur Erfüllung des erwarteten Beitrags, da die gesamte Organisation und weitere Rollen davon abhängig sein können. Dazu kommt die Verpflichtung zur Transparenz in der Bearbeitung aktueller Projekte und zur Wahrnehmung und Nennung von Spannungen. So kann das bestmögliche Potential aus der Rolle und der Organisation geschöpft werden.

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