Germany | Automotive Regulatory

Anhebung des LKW-Gesamtgewichts auf 44 Tonnen?

Mit dieser Maßnahme soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

28 Verbände aus Handel und Industrie appellieren durch ihr Schreiben an die Bundesregierung, sich dem Klimaschutz ambitionierter anzunehmen und das Gesamtgewichtlimit für Lkws anzuheben. Im Vergleich zum ersten Appell der Verbände ist diesmal die Zahl der Unterstützer um einen Drittel gestiegen. Ebenso sind – anders als vor eineinhalb Jahren – einige bedeutsame Verbände hinzukommen, um das Vorhaben der Anhebung des LKW-Gesamtgewichts auf den Straßen zu unterstützen.

Bisher hat sich die deutsche Bundesregierung zögerlich gezeigt, die Limits für LKW-Gesamtgewichte anzuheben – nicht zuletzt aufgrund maroder Straßen und Brücken. Außerdem gab es Bedenken, dass der kombinierte Verkehr dadurch Einbußen erleiden könnte. Allerdings dürfte ein Umdenken im deutschen Bundesverkehrsministerium stattgefunden haben, denn zuletzt war eine Anhebung des Gesamtgewichts auf 44 Tonnen für die deutsche Bundesregierung nicht mehr so abwegig.

Im Oktober 2020 äußerte sich das Bundesverkehrsministerium im Rahmen einer Stellungnahme gegenüber einer Fachzeitschrift zu diesem Thema und ließ dabei den Masterplan Binnenschifffahrt nicht unerwähnt: „Es wird die Prüfung einer Ausweitung der 44-Tonnen-Regelung auf den Straßentransport bestimmter Massengüter zu beziehungsweise von Binnenhäfen vorgeschlagen, um das Binnenschiff besser in die multimodale Transportkette einzubinden.”

Auch auf EU-Ebene lässt sich ein Umdenken zu dem Thema beobachten. Bereits nun sind in 13 Mitgliedstaaten Mehrgewichte bis 44 Tonnen zugelassen. Die EU-Kommission prüft zurzeit, ob eine solche Regelung auch EU-weit erlassen werden kann. Ebenso prüft sie, ob Lang-Lkw mit bis zu 25 Metern auch grenzüberschreitend unterwegs sein sollten, wie dies bereits zurzeit in 13 Mitgliedstaaten möglich ist. Des Weiteren wird die Umsetzbarkeit weiterer Maßnahmen geprüft, die allesamt das Ziel verfolgen, die Emissionen zu senken. Die EU-Kommission fordert dabei gezielt Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit ein.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie das EFS Product Compliance Team.

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