Automotive Regulatory | EU

Neue ECE-Regelung zu Totwinkel-Warnsystemen

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN ECE) hat eine neue ECE-Regelung zu Totwinkel-Warnsystemen für Lastkraftwagen über 8.000 kg veröffentlicht.

Am 13. Januar 2020 hat die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN ECE) die neue Regelung „ECE-Regulation No. 151 – Blind Spot Information System for the Detection of Bicycles” veröffentlicht, die für Fahrzeuge der Kategorie N2 ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 8.000 kg und für alle N3-Fahrzeuge gilt. Die Regelung schreibt vor, dass das System den Fahrer vor möglichen Kollisionen mit Fahrrädern warnen muss.

Ziel der neuen Regelung ist es, die Fahrzeugsicherheit für gefährdete Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Radfahrer zu verbessern. Nachdem das Thema von der Europäischen Kommission im Jahr 2016 erstmals für die Aufnahme in die Allgemeine Sicherheitsverordnung (EU) 2019/2144 vorgesehen war, wurde es von der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN ECE) als Änderung der ECE-Verordnung Nr. 46 diskutiert. Schlussendlich wurde aber die Entscheidung getroffen, dass der beste Ansatz die Schaffung der völlig neuen „ECE-Regulation No. 151 – Blind Spot Information System for the Detection of Bicycles“ ist.

Die Regelung schreibt den Einbau eines solchen Systems in Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 8.000 kg vor und kann auf Antrag des Herstellers auch für Fahrzeuge der Klassen M2, M3 und N2 (≤ 8.000 kg) genehmigt werden. Das System muss mindestens bei Umgebungslichtbedingungen über 15 Lux, einem Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 30km/h des Fahrzeugs, 5 bis 20km/h des Fahrrades und einem seitlichen Abstand beider von 0,9 bis 4,25 m einsatzfähig sein. Es muss den Fahrer optisch warnen, wenn sich Fahrräder in der Nähe des Fahrzeugs befinden, und den Fahrer zusätzlich mit einer optischen, akustischen, haptischen oder kombinierten Warnung alarmieren, wenn eine mögliche Kollision mit einem Fahrrad bevorsteht. Außerdem soll eine manuelle Deaktivierung des Systems nur für Warnungen im Falle einer möglichen Kollision oder automatisch im Falle eines Systemausfalls oder einer Sensorkontamination möglich sein. Eine manuelle Deaktivierung soll in den beiden letztgenannten Fällen nicht möglich sein. Prüfverfahren sind ebenfalls in der Verordnung aufgeführt.

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